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Veröffentlicht am:    Thema: Trends & HR-Markt

Konnektivität: Der neue Megatrend unserer Zeit

Konnektivität: Der neue Megatrend unserer Zeit

Was hat es mit Openness und Konnektivität auf sich? Und wie hängen Personalabteilungen damit zusammen?

Auf dem Zahlenstrahl der Menschheitsgeschichte ist das Thema eher neu: Das kollektive Sammeln und Auswerten von Daten ist gerade einmal 100 Jahre alt. Noch neuer ist das Sammeln und Abgleichen von Informationen via Internet. Diese Entwicklung bezeichnen Experten als Konnektivität – einer von elf Megatrends unserer Zeit.

Wofür steht Openness?

Wer sich die Sache mit der Vernetzung einmal genauer anschaut, wird schnell feststellen: Das Thema ist nur bis zu einem gewissen Grad ein technisches. Der Megatrend der Konnektivität hat auch Auswirkungen im sozialen Bereich: Unternehmen, private Personen und Arbeitnehmer öffnen sich nach außen, geben Daten und Informationen preis. Dafür steht der Begriff Openness. Neben Handys und Web-Applikationen sammeln inzwischen Autos, Händler mit Bonusprogrammen, medizinische Geräte, Wearables und soziale Netze rund um die Uhr Daten und werten diese aus.

Diese neue Transparenz geht mit emotional aufgeladenen Diskussionen um Privatsphäre, die rechtmäßige Sammlung und Verwendung von Daten und dem Ruf nach ethischen und moralischen Richtlinien einher. Aktuell weiß keiner so recht, wie mit der wachsenden Menge an Daten umgegangen werden soll und wie man die Menschheit vor Missbrauch schützen kann. Die Gefahr ist groß, dass Informationen zu betrügerischen Zwecken ausgespäht und genutzt werden. Sie könnten auch aus dem Kontext gerissen werden, was zu falschen Schlussfolgerungen oder schädlichen Aktionen führen würde.

Was genau ist ein Megatrend?

Die Debatte rund um Konnektivität und Offenheit ist derart gewaltig, dass sie zu den 11 Megatrends unserer Zeit gezählt werden. Was genau ist ein Megatrend? Der Begriff wurde 1982 von dem US-amerikanischen Futurologen John Naisbitt geprägt, einem der bekanntesten Trend- und Zukunftsforscher unserer Zeit. Er definierte den Terminus wie folgt: „Megatrends (… are) large social, economic, political, and technological changes (…), they influence us for some time – between seven and ten years, or longer.“

Megatrends sind also keinesfalls nach ein, zwei Jahren wieder vom Tisch. Und schon gar nicht das

Thema Konnektivität, das als einer der mächtigsten Megatrends gilt. Denn die damit verknüpften Anwendungs-Bereiche wie digitale Kommunikationstechnologien, Kryptowährungen, Big Data, Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenzen oder digital Health-Anwendungen könnten unser Leben grundlegend verändern.

In sämtlichen Lebens- und Arbeitsbereichen ist die Vernetzung auf dem Vormarsch. Dadurch werden in der Geschäftswelt immer mehr global vernetzte Strukturen entstehen und neue digitale internetbasierte Geschäftsmodelle. Das wird die Kommunikations- und Beteiligungsformen in Unternehmen massiv verändern.

Wie HR Mitarbeiter vorbereiten kann

Darauf muss das Human Ressources Management sowohl Leader als auch Mitarbeiter vorbereiten. Ein Beispiel: Früher hatten Manager ein Informationsmonopol. Sie konnten Informationen von oben nach unten weitergeben, Aufgaben daraus ableiten und diese delegieren.

Wenn sich Informationen in Zukunft aber durch die voranschreitende Vernetzung immer schneller selbstständig durch die Organisation bewegen, wird das die Aufgabe einer Führungskraft verändern. Dann müssen Informationsstränge zusammengeführt und moderiert werden – zum Teil auf gleicher Ebene, von unten nach oben oder andersherum.

Human Ressources wird Enabler der Konnektivität

HR wird hier die Aufgabe haben, sowohl Führungskräfte als auch Arbeitnehmer mit dieser neuen Art der Kommunikation vertraut zu machen. Einerseits müssen dazu innerhalb der Organisationsentwicklung Systeme und Strukturen ausgelotet, angeschafft und umgesetzt werden, die einen nahtlosen Austausch gewährleisten. Gleichzeitig müssen sowohl Leader als auch Kollegen in der Personalentwicklung geschult werden, wie sie effektiv kommunizieren und Inhalte sinnvoll dokumentieren.

Immer häufiger wird sich die Führungskraft in bestimmten Themenbereichen auch auf die Einschätzung ihrer Teammitglieder verlassen müssen – denn in modernen Teams tummeln sich zunehmend Experten mit einer zugespitzten Expertise. Hier heißt es, vertrauensvoll zu führen und Mitarbeiter zu motivieren, ihre Meinung zu äußern.

Mitarbeiter müssen sich äußern dürfen

Gleichzeitig müssen Mitarbeiter geschult werden, ihre Ideen zur Sprache zu bringen – selbst wenn sie lange Zeit das Gegenteil gewohnt waren. Auch dazu bedarf es der passgenauen Personalentwicklungsmaßnahmen. Eine performante HR-Software kann HR bei dieser Aufgabe unterstützen. Personalabteilungen profitieren so zum Beispiel von zeitsparenden Profilvergleichen, mit denen sich Potenziale auf Knopfdruck identifizieren lassen. Ergeben sich Defizite, können diese mit passgenauen Personalentwicklungsmaßnahmen ausgeglichen werden.

Eine erstklassige Ausbildungsakademie ist in diesem Zusammenhang einer der Erfolgsfaktoren für zukunftsorientierte Unternehmen. Den komplexen Administrations- und Organisationsaufwand von Präsenzseminaren, E-Learning oder Blended Learning-Angeboten halten Anwender mit Software-Unterstützung so gering wie möglich, während Sie automatisch alle Budgets, Qualifikationsengpässe und Genehmigungen voll im Griff haben. So gelingt Schritt für Schritt der Weg in eine voll vernetzte Zukunft.

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