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Veröffentlicht am:    Thema: Trends & HR-Markt

Blogparade #nexthr: Was ist meine Vision für 2021?

Blogparade #nexthr: Was ist meine Vision für 2021?

Neues Jahr, neuer Beitrag zu einer Blogparade! Tanja Zieglers Vision handelt u. a. von den Technologien, die HR in Zukunft stark prägen werden.

Seit Jahren kommt immer mal wieder das Thema „Digitalisierung“ auf. Das allerdings ist so weich und weit definiert, dass es die wenigsten Menschen so richtig greifen können. Das Ergebnis: Bei vielen bleibt es nur beim Prädikat „besonders wertvoll“, aber umgesetzt wird es nicht. 

Das sieht man schon im privaten Umfeld vom Skype-Treffen bis zur Fahrschule: Der größte Teil der Firmen legt schlicht keinen Wert darauf, ihre Strukturen auf Homeoffice, auf online-Nutzung oder auch nur auf digitale Bewerbungen umzustellen.  

Vision 2021: Beitrag zur Blogparade #nexthr | Infoniqa HR-Blog

Und dann kam Corona

Viele haben die Wichtigkeit von digitalen, eingespielten (!) Prozessen völlig unterschätzt und hängen jetzt völlig hinterher. Konkret fällt mir das auf im Bereich Weiterbildung: Früher haben wir Fortbildungen organisiert, bei denen kompakt und leicht verständlich aufgeschlüsselt wurde, was sich alles gesetzlich für die Personalabrechnung ändert. Natürlich fallen Live-Events aktuell aus, aber leider ist es schwierig, Alternativen zu organisieren.  

Warum? Manche Anbieter sind noch gar nicht so weit, alles komplett durchzudigitalisieren. Zwar bietet unsere eigene Software auch digitale Weiterbildung. Aber wir merken, wie wenig die Firmen dafür bereit sind, diese Angebote wahrzunehmen oder daran anzuknüpfen – und das in sämtlichen Branchen.  

Schon die Basics sind eine Herausforderung

Oft wurde der Grundstein verpasst und gerade beim Mittelstand (ab 50 Mitarbeitern) ist das zunehmend ein handfestes Problem. Tendenz: steigend! Es gibt einfach noch so viel Potenzial nach oben, dass viele gar nicht wissen, wo sie bei diesem Riesenberg überhaupt anfangen sollen.  

Die großen Firmen haben sich längst um das Thema Digitalisierung gekümmert; hier sieht es aber auch mit den Ressourcen und der internen Manpower für solche Sonderprojekte anders aus. Im Mittelstand sprechen zwar alle darüber, aber die wenigsten hatten konkret auf dem Schirm, dass man das im eigenen Unternehmen auch tatsächlich umsetzen muss. 

Das gleiche gilt für digitales Bewerbungsmanagement: Erstaunlich viele Firmen sind einfach nicht darauf vorbereitet, die Standard-Anforderungen modernen Recruitings zu erfüllen. Dabei unterstützt digitales Management ja nicht nur Bewerber, sondern auch intern die Mitarbeiter. 

Und was folgere ich daraus für meine Vision für 2021?

Ich bin mir sicher, dass nur die starken, zukunftsorientierten Unternehmen überleben werden. Einige kämpfen bereits. Die, die das alles gut hinbekommen, sind die, die auf die Anforderungen ihrer Mitarbeiter eingehen. Längst ist bekannt, dass sich heute ein Mitarbeiter die Firma aussucht. Nur wer dabei die Digitalisierung zu HR-Software etc. vernünftig umsetzt, hat eine Chance, diese sehr guten Mitarbeiter zu bekommen.  

Dafür müssen in vielen Unternehmen erst die Strukturen angepasst werden, gleichzeitig ändert sich damit die Unternehmenskulturen einschneidend. Das dürfte eine der größten Herausforderungen 2021 werden: 

  • HR muss digitaler werden
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aktuell voll im Fokus
  • Arbeitszeiten müssen flexibler werden
  • Unternehmen müssen einfach bereit sein, diese Denke à la „alles muss irgendwie kontrolliert werden“ aufzulockern und den Mitarbeitern viel mehr Flexibilität zu geben

Viele Unternehmen müssen durch die schwierige Phase 2020 zusätzlich Kosten sparen und verdienen gleichzeitig nicht mehr die gleichen Beträge, die sie vor der Corona-Krise verdient hätten. Aber der Profit unterm Strich muss der gleiche bleiben. Damit muss die gleiche Arbeit schlicht effektiver abgearbeitet werden. Was läge da näher, als die Aufgaben einfach durchzudigitalisieren und so viel wie möglich zu automatisieren?  

Das wäre zumindest mein persönlicher Wunsch, um möglichst schnell möglichst viele Probleme zu lösen. Seien wir ehrlich: Die Wahrnehmung digitaler Potenziale ist noch ein verhältnismäßig leichter Weg, um ans Ziel zu kommen. Und nichts wäre schöner, als wenn hier flächendeckend die gebotenen Erleichterungen erkannt und angenommen würden.  

Das ist meine Vision für 2021. 

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