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Digitalisierung: das müssen Sie wissen

Wenn Unternehmen digital arbeiten, werden Sie effizienter, sparen Kosten und bleiben konkurrenzfähig – doch was versteht man genau unter Digitalisierung und wie kann man sie am besten für sich nutzen?

Definition: Was ist Digitalisierung?

Es gibt keine eindeutig gültige Definition von Digitalisierung. Grundsätzlich bezeichnet Digitalisierung die Umwandlung von analogen Informationen in digitale Formate, kann aber je nach Kontext auch andere Bedeutungen annehmen. So kann mit dem Begriff Digitalisierung auch die digitale Veränderung von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen oder der digitale Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft gemeint sein.

Diese Vorteile bietet Digitalisierung

Digitalisierung ist mehr als ein Buzzword, mehr als ein aktueller Hype, der bald wieder vorbei sein wird. Digitalisierung ist aber auch mehr als der Wechsel von Papier auf digitale Dokumente; mehr als mal eben eine App zu programmieren, um «digital dabei zu sein». Grundsätzlich ist die Digitalisierung zwar eine Umwandlung von analogen Informationen in ein digitales Format. Der Mehrwert dieser Transformation liegt jedoch darin, dass völlig neue Möglichkeiten entstehen: Digitale Informationen lassen sich technisch verarbeiten, speichern, analysieren, digitale Systeme und Prozesse lassen sich vernetzen und automatisieren. Unternehmen werden dadurch effizienter, sparen Kosten und bleiben konkurrenzfähig – und sie können flexibel reagieren.

Mit der Digitalisierung wird es für Unternehmen möglich, Informationen, Anwendungen und Geschäftsprozesse ins Internet bzw. in die Cloud zu verlagern. Das erlaubt es einerseits, aktuelle Datenbestände überall und jederzeit zur Verfügung zu stellen oder Datenverarbeitungen in der Cloud vorzunehmen. Unternehmen können auf eigene Infrastrukturen verzichten und die Verantwortung und Bewirtschaftung für Daten, Software und Plattformen einem Software- bzw. Cloud-Dienstleister abgeben. Dies kann insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein, die mit begrenztem Know-how oder einer kleinen IT-Abteilung die Digitalisierung bewältigen müssen. Die Auslagerung in die Cloud bietet den Vorteil, dass man sich vermehrt auf das Kerngeschäft konzentrieren kann.

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Digitalisierung in der Schweizer Wirtschaft

Schweizer Unternehmen sind, was den Digitalisierungsgrad betrifft, im internationalen Vergleich momentan noch weit im Rückstand. Erst rund 30 Prozent der Unternehmen sind digital und nutzen die Cloud-Technologie für administrative Aufgaben wie Buchhaltung, Lohnwesen und HR. Dies ging aus der Studie «We Power the Nation» hervor, welche das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov 2019 durchgeführte. Das war vor der Pandemie. Denn die Corona-Krise hat dazu geführt, dass heute viele Mitarbeitende vermehrt im Homeoffice arbeiten.

Unternehmen, die schon vorher konsequent auf die Cloud setzten und ihre Prozesse und Workflows digitalisiert hatten, waren bei der Umstellung zu diesem Arbeitsmodell klar im Vorteil. Für Unternehmen mit herkömmlichen Arbeitsweisen war es die ideale Chance, nachzurüsten. Es ist ersichtlich, dass gerade die grossen Einschränkungen während der Corona-Krise für ein Umdenken sorgten und bei Schweizer KMU einen wahren Digitalisierungsschub ausgelösten.

Digitalisierte Unternehmensprozesse erhöhen die Produktivität

Digitale Technologien eröffnen die Möglichkeit, bestehende Prozesse zu optimieren. Durch digitale Verarbeitung und Automatisierung können Vorgänge effizienter und kostengünstiger verarbeitet werden. Unternehmen können so nicht nur unterschiedliche Bereiche wie Einkauf, Materialbewirtschaftung, Produktion, Marketing oder Verkauf aufeinander abstimmen und in einen Workflow bringen, sie können auch Ressourcen optimal nutzen und Engpässe vermeiden.

Optimierungen sind bereits in kleinen Projekten möglich, um sich schrittweise einem «Data Driven Business» anzunähern – zum Beispiel ein Online-Tool für die Terminbuchung, eine digitale Lagerbewirtschaftung, eine Auftragssoftware oder ein modernes ERP für die Verwaltung umfangreicher Geschäftsdaten. In produzierenden Unternehmen können mit einem IoT-System (Internet of Things) komplexe Arbeitsprozesse vernetzt und automatisiert werden.

Viele Unternehmen sind Teil einer digitalen Wertschöpfungskette
Weil in solchen Wertschöpfungsketten zwischen Unternehmen und Ländern Produkte und Dienstleistungen immer häufiger digitalisiert werden, nimmt die Geschwindigkeit der Verarbeitung zu. Einzelteile, Arbeitsschritte oder Zwischenprodukte gehen durch mehrere Unternehmen, werden an unterschiedlichen Standorten rund um die Welt bearbeitet, produziert, verpackt, ausgeliefert. Somit werden einzelne Arbeitsschritte auf viele verschiedene Unternehmen verteilt. So manche Schweizer Unternehmen sind deshalb ein Rädchen in einem System, auf das sie einerseits angewiesen sind, von dem sie andererseits aber auch profitieren können. Da ist es umso wichtiger, Teil dieses digitalen Systems aus Zulieferern, Produzenten und Kunden zu sein und zu bleiben. Wer in dieser digitalen Kette als analoges Glied mitmachen will, hat kaum eine Chance, mit den Kundenanforderungen und der Konkurrenz mithalten zu können.