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Veröffentlicht am:    Thema: Trends & HR-Markt

Megatrend Wissenskultur: HR auf dem Weg ins Digitalzeitalter

Einer der größten Megatrends unserer Zeit ist der Umgang mit Wissen in unserer Gesellschaft. Aber wie kann mit Daten und Informationen effektiv umgegangen werden?

Wie wird in Unternehmen mit Wissen umgegangen? Die Antworten auf diese Frage prägen die Wissenskultur in einem Unternehmen entscheidend. Gestellt wird sie aktuell von vielen HR-Entscheidern. Denn das Thema ist so aktuell wie nie. Dabei geht es vor allem darum, welche Weichen gestellt werden müssen, um ein optimales Wissensmanagement zu gewährleisten.

Wissenskultur: Was bedeutet das?

Handelt es sich bei dem Thema Wissenskultur um einen Megatrend? Wissenschaftler beantworten diese Frage mit einem eindeutigen „ja“. Denn wir befinden uns in einem Zeitalter der Wissensexplosion. Insbesondere in der Arbeitswelt ist das zu spüren. Sie befindet sich in einem grundlegenden Wandel: Von der Industrie- zur Wissenskultur.

Warum das so ist? Ganz einfach, weil es immer mehr Wissen auf der Welt gibt. Dank der Digitalisierung ist dieses via Internet und mobile Gadgets für jeden zu jederzeit verfügbar. So leicht konnte Wissen noch nie erworben werden.

Warum Wissen explodiert

Gleichzeitig tragen wir alle dazu bei, dass es sich sekündlich erweitert. Durch das Teilen von Beiträgen, Artikeln oder Erkenntnissen auf sozialen Netzwerken zum Beispiel. Oder durch das Schreiben von Blogbeiträgen oder Kommentaren in Fachforen. Wie gewaltig die Datenmasse ist, die Tag für Tag allein im Internet entsteht, hat das Portal Statista analysiert.

In nur 60 Sekunden werden unglaubliche 3,8 Millionen Suchanfragen auf Google gestellt, 800.000 Dateien via Dropbox geteilt, 4.000 Stunden neues Videomaterial bei YouTube hochgeladen und 156 Millionen E-Mails versendet. Damit wächst die Menge an neuen verfügbaren Informationen auf diesem Planeten – Tendenz enorm steigend.

Das heißt aber auch, dass Wissen schneller veraltet als früher. Denn dort, wo neue Erkenntnisse hinzukommen, entwickeln sich Dinge weiter. Und das bedeutet, dass ein zunehmender Teil des alten Wissens obsolet wird: Es wird in immer kürzeren Abständen durch moderneres ersetzt.

Faktoren für den Unternehmenserfolg: Bildung und Wissen

Bildung und Wissen werden damit zum Kern- und Ankerpunkt für den Erfolg eines Unternehmens. Gerade in sehr technischen Berufen ändern sich Anwendungsszenarien schnell und schneller. Selbst wer die Entwicklung der Computerindustrie in den letzten zehn, 15 Jahren nur am Rande verfolgt hat, dürfte mitbekommen haben, dass es hier nichts nützt, mit Mitte Zwanzig ein Studium abzuschließen und darauf zu hoffen, dass das erworbene Wissen 30 oder gar 40 Jahre hält. Das war einmal.  

Die IT ist wohl das drastischste Beispiel für die Transformation zur Wissensgesellschaft, aber auch in anderen Bereichen befinden sich Arbeitsgebiete in einem permanenten Wandel. Die Digitalisierung verändert fast alle Berufsbilder und Arbeitsmärkte grundlegend. Teilweise entstehen ganz neue Beschäftigungsfelder. Diese „sind tendenziell anspruchsvoller und komplexer als die bisherigen“, ist in dem Paper „DIGITALE BILDUNG – Der Schlüssel zu einer Welt im Wandel“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nachzulesen.

Stark von Routine geprägte Tätigkeiten sind ein Auslaufmodell

Laut der Bitkom-Studie „Neue Arbeit – wie die Digitalisierung unsere Jobs verändert“ ist diese Transformation kein Zukunftsszenario mehr, sondern längst in vollem Gang. Bereits in jedem fünften Unternehmen sind neue Jobprofile entstanden. Dazu gehört zum Beispiel der 3D-Druckspezialist, der Chief Digital Officer, der Data Warehouse Teamleiter, der Datamining Spezialist oder auch der Feel Good Manager.

Das birgt nicht nur Herausforderungen, sondern eröffnet auch neue Chancen. Denn die Digitalisierung schafft gerade für Fachkräfte vielfältige neue Job- und Berufsperspektiven. Allerdings ist für Arbeitnehmer von vornherein klar: Ohne lebenslanges Lernen geht es nicht mehr. Denn der Wandel in der Berufswelt ist nicht mehr zu stoppen.

Wie stellt sich die Industrie & Arbeitswelt auf diesen Wandel ein?

Für Arbeitgeber bedeutet das: Sie müssen innerhalb des Unternehmens eine entsprechende Wissenskultur etablieren, die es ihren Fachkräften ermöglicht, Wissen immer dann aufzunehmen, wenn sie es brauchen. Und das so passgenau wie möglich.

Denn nur, wessen Mitarbeiter immer über topaktuelles Know-how verfügen, gewährleistet einen effizienten Umgang mit neuen Technologien sowie den Blick für Chancen und Innovationen. Wissen ist somit inzwischen zu einem wettbewerbsentscheidenden Faktor geworden.

Wissenskultur: der Status Quo

Doch es besteht Nachholbedarf. Denn längst nicht alle Betriebe verfügen über eine funktionierende Wissenskultur. Erhebungen der Boston Consulting Group legen nahe, dass insbesondere ältere Beschäftigte, Angestellte in Teilzeit oder Leiharbeit häufig durch das Weiterbildungsraster von Arbeitgebern fallen.

Das Credo vieler Chefs: Diese Beschäftigungsgruppen sollen in ihrer Arbeitszeit arbeiten, nicht lernen. Wer aber so denkt, denkt zu kurzfristig. Denn Betriebe sind nur für die digitale Zukunft fit, wenn sie ihre ganze Belegschaft auf den Weg ins Wissenszeitalter mitnehmen. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass Prozesse immer an den Stellen ins Trudeln kommen, an denen minder qualifizierte Mitarbeiter sitzen.

Wie digitale Tools bei der Etablierung einer Wissenskultur helfen

Die gute Nachricht: Die Digitalisierung fordert insbesondere HR nicht nur heraus, sondern stellt auch Lösungen parat, die bei der Entwicklung einer Lernkultur helfen. So lässt sich zum Beispiel mit Talent Management Software das Kompetenzmanagement der Mitarbeiter gezielt steuern.

Mit ihr lassen sich alle Skills und Talente der Mitarbeiter erfassen und passgenau Positionen zuordnen. Mit einem Knopfdruck lassen sich außerdem Profile vergleichen und Potenziale identifizieren. Die Software zeigt auch an, wie ein Arbeitnehmer optimal weiterentwickelt werden kann. Das vereinfacht Personalentwicklung erheblich.

Die optimale Ergänzung: E-Learning und Seminarmanagement digital abzubilden. Mit entsprechenden Instrumenten ist es für HR deutlich leichter, die Qualifikationen der Belegschaft flexibel und passgenau zu steigern und gleichzeitig den komplexen Administrations- und Organisationsaufwand von Präsenzseminaren so gering wie möglich zu halten. Die Software selbst löst dabei vielleicht nicht die Herausforderungen, die der Megatrend für Personalabteilungen bedeuten. Aber sie macht es für Personalprofis möglich, sich tatsächlich auf die Lösung der wichtigsten Fragen zu konzentrieren. So wird der Weg erfolgreich geebnet zu einer neuen Ära der Wissenskultur.

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